Ausgangslage

 

Der rechtliche Rahmen für konventionelle Bertriebe

Das österreichische Tierschutzgesetz und seine Verordnungen setzen vor allem die EU-Mindestvorgaben zum Nutztierschutz um.

Diese gesetzlichen Vorgaben zur Nutztierhaltung reichen derzeit bei weitem nicht aus, um den Nutztieren das Ausleben der wichtigsten arteigenen Verhaltensweisen zu ermöglichen. Der gesetzliche Mindeststandard gewährleistet zudem weder die artgerechte Fütterung der Nutztiere noch verhindert er den Einsatz von qualgezüchteten Tieren.

 

Der rechtliche Rahmen für Biobetriebe

Das EU-Recht für Biobetriebe fordert eine wesentlich bessere Nutztierhaltung als im konventionellen Bereich. Allerdings sind einige Bereiche nicht mit ausreichender Genauigkeit definiert, sodass es notwendig ist, eben diese Bereiche (z.B. Zugang zu Weide, artgerechte Fütterung, kein Einsatz von Qualzuchten) genauer zu regeln, damit man von einer sehr guten Tierhaltung sprechen kann.

 

Die Aufgabe der Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!

Die Standards der Gesellschaft !Zukunft Tierwohl! legen Richtlinien fest die

  • es den Nutztieren erlauben ihre arteigenen Bedürfnisse und Verhaltensweisen besser auszuleben,
  • eine artgerechte Fütterung der Tiere gewährleisten,
  • den Einsatz qualgezüchteter Tiere verhindern.

 

Jeder Standard ist eine Momentaufnahme des gegenwärtig Umsetzbaren

  • Was ist der gegenwärtige Stand der Wissenschaft im Bereich der Nutztierforschung
  • Was ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf den Erzeuger-, Transport-, Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben umsetzbar
  • Was ist der Konsument bereit, für Produkte aus besserer Tierhaltung zu bezahlen

 

Jede Richtlinie entsteht daher immer aus der Zusammenschau der vorgenannten drei Aspekte. Und da diese nicht statisch sind, unterliegt jede Richtlinie einer permanenten Evaluierung und muss regelmäßig weiterentwickelt werden.