Richtlinien & ziele
Die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Nutztierhaltung bilden einen wichtigen rechtlichen Rahmen. Aus Sicht der Gesellschaft Zukunft Tierwohl reichen sie jedoch in mehreren Bereichen nicht aus, um den natürlichen Bedürfnissen vieler landwirtschaftlich genutzter Tiere umfassend gerecht zu werden.
Unsere Tierwohl-Richtlinien gehen daher in zahlreichen Punkten über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus. Sie enthalten unter anderem zusätzliche Anforderungen an Platzangebot, Beschäftigungsmöglichkeiten, Stallklima, Zugang zu Außenklima, Managementmaßnahmen sowie weitere Kriterien zur Verbesserung des Tierwohls. Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich je nach Tierart und sind in den jeweiligen Richtlinien transparent dargestellt.
Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, Richtlinien Schritt für Schritt umzusetzen und zu entwickeln, anstatt Vorgaben zu definieren, die von Landwirten nicht umsetzbar sind oder vom Konsumenten die Bereitschaft fehlt, den höheren Preis zu bezahlen.

Tiere haben Bedürfnisse
In einem Spannungsfeld von unterschiedlichsten Interessen (Konsument, Landwirt, Verarbeiter, Tierärzte, Stallbaufirmen usw.) und durch die permanente Weiterentwicklung der technologischen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten Formen der Nutztierhaltung entwickelt, die auf die Bedürfnisse der Tiere kaum Rücksicht nehmen. Und allzu lange wollten viele Konsumenten erst gar nicht wissen, was in den Ställen, in denen ein guter Teil unserer Lebensmittel erzeugt wird, wirklich vor sich geht.
Tiere haben empfindungen
In diesem Interessensmix wurde das Nutztier über Jahrzehnte nur als Produktionsfaktor gesehen. Nutztiere wurden weder als Tiere mit arteigenen Bedürfnissen, noch als Teil der Natur und schon gar nicht als leidensfähige Individuen wahrgenommen.
Gehen wir gemeinsam den Weg zu MEHR Tierwohl
Alle in der Gesellschaft !Zukunft Tierwohl! involvierten und beteiligten Organisationen wollen einen Weg zu einer besseren Nutztierhaltung gehen – allen ist aber auch bewusst, dass dies nur in einem längeren Prozess Schritt für Schritt zu erreichen ist. Daher haben wir auch die verschiedenen Wort-Bild-Marken für die unterschiedlichen „Verbesserungsniveaus“ entwickelt.
die richtlinien
in ihrem umfeld
Jede Richtlinie unterliegt einer permanenten Evaluierung, und befindet sich stets im Entwicklungskreislauf zwischen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Kontrollergebnissen aus Tierhaltung, Landwirtschaft und Verarbeitung und unserem Ziel der stetigen Verbesserung für die Tieren.









unsere ziele

für die tiere
Tiere können ihre arteigenen Verhaltensweisen weitgehend ausleben, damit wird haltungsbedingter Stress massiv vermindert.
Tiere haben Zugang zu natürlichem Licht und frischer Luft.
Tiere werden so gezüchtet, dass sie trotz der von ihnen verlangten Leistung nicht leiden müssen. Dadurch Verminderung des leistungsbedingten Stresses.
Tieren wird kein zusätzliches Leid oder Schmerz zugefügt.
Nutztiere werden so gefüttert, dass es ihren arteigenen Bedürfnissen weitgehend entspricht.

für die landwirte
Tierhaltende Landwirte müssen den zusätzlichen Arbeits- und Investitionsaufwand für bessere Tierhaltungsformen vergütet bekommen.
Landwirte sollen Perspektiven aufgezeigt bekommen, wie nachhaltige und artgerechte Tierhaltung funktionieren kann.

für die konsumenten
Der Konsument soll verbesserte Tierhaltungsformen klar erkennen können.
Der Konsument soll wissen, welche Tierhaltung hinter jedem gekennzeichneten Produkt steht.
Der Konsument soll sich anhand der klaren Kennzeichnung für Produkte aus guter Tierhaltung entscheiden.
Der Konsument kann jederzeit durch die Veröffentlichung der Richtlinien Einsicht in alle Vorgaben nehmen.
UNSERE aktuellen Richtlinien ZUM DownloadEN (PDF)


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